Ab Mai: Neues Gesetz für Energieausweis tritt in Kraft

Bereits seit einem Jahr gilt in Deutschland die Energieeinsparverordnung. Mit ihr sollen die Klimaziele umgesetzt werden. Eine besonders wichtige Rolle spielt hierbei der Energieausweis, den Immobilienbesitzer vorweisen müssen. Zum 01. Mai gab es hier eine wichtige Änderung: Ab sofort muss der Eigentümer den Energieausweis vorweisen. Kann er dies nicht, droht ein Bußgeld im fünfstelligen Bereich.

Energieausweis muss vorgelegt werden

Hintergrund zum EnEV

  • Durchführung des Energieeinsparungsgesetzes (EnEG)
  • gilt für Wohn- und Bürogebäude
  • Energie und Klimaschutz
  • regelt Anforderungen an den Maximalverbrauch
  • Ziel: Klima-neutrale Gebäude bis 2050

Zum Klimaschutz wurde von der Bundesregierung die EnEV erlassen, um für die Zukunft einen möglichst geringen Energieverbrauch, sowohl bei Neubauten als auch bestehenden Gebäuden, durchzusetzen. Die Energieeinsparverordnung löst damit die Wärmeschutzverordnung und Heizungsanlagenverordnung ab bzw. fasst diese zusammen. Der Energieausweis dient als wichtiges Mittel, um das Gesetz in der Praxis umzusetzen: In diesem wird der Energieverbrauch eines Hauses dokumentiert. Dies betrifft Neubauten, aber auch Immobilien, die renoviert werden.
Bereits 2004 wurde der Energieausweis bei mehreren tausend Gebäuden getestet. Mittlerweile ist er flächendeckend im Einsatz und muss auf Verlangen Interessenten und Käufern vorgezeigt werden.
Die Änderung, die zum 01. Mai in Kraft getreten ist, sieht eine Strafzahlung vor, wenn der Eigentümer den Ausweis nicht vorzeigen kann. Bis zu 15.000 Euro Bußgeld fallen bei Missachtung an.

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Was steht im Energieausweis?

Auch im Inserat für die Immobilie muss die Energieeffizienz der Immobilie angegeben werden. Der Ausweis ist dann bei der Besichtigung auf Anfrage vorzuzeigen. Auf dem mehrseitigen Ausweis enthalten sind u.a. folgende Informationen:

  • Höhe des Energiebedarfs in KW/h je qm
  • Ampeldiagramm zum Verbrauch
  • Art der Heizung
  • Baujahr
  • Mögliche Sanierungsmaßnahmen
Wer kann den Energieausweis ausstellen?

  • Architekten
  • Ingenieure
  • Handwerker
  • Schornsteinfeger

Mit dem Energieausweis soll der potentielle Käufer oder Mieter auf den ersten Blick sehen können, wie hoch der Energieverbrauch ist, um die Kosten besser einschätzen zu können. Käufer haben so auch die Möglichkeit, etwaige Sanierungsmaßnahmen besser kalkulieren zu können. Spätestens beim Unterschreiben des Kauf- oder Mietvertrags muss der Eigentümer den Energieausweis vorgelegt haben. Eine Kontrolle mittels Stichproben ist denkbar. Hauseigentümer sollten den Energieausweis zur Sicherheit vor etwaigen Geldbußen auch unaufgefordert vorzeigen.