Bausparvertrag 2017 – für wen lohnt sich Bausparen?

Viele Menschen träumen von einem eigenen Haus. Kein Wunder, schließlich bringt ein Eigenheim viele Vorteile mit sich: Immobilienbesitzer sparen sich Mietkosten, können ihre eigenen vier Wände so individuell gestalten wie sie möchten und auch als Altersvorsorge ist eine Immobilie sicher ratsam. Dank der aktuellen Bauzinsen sind Baukredite so günstig wie lange nicht mehr. Dennoch kann eine Finanzierung gänzlich ohne Eigenkapital schnell teuer werden. Ein Bausparvertrag kann die Lösung bieten: als Kombinationsprodukt können Kunden hier zunächst Eigenkapital mit Hilfe einer attraktiven Verzinsung ansparen und anschließend ein Bauspardarlehen erhalten.

Mit Hilfe dieses raffinierten Finanzierungsmodells erhält jeder die Chance eigene Wohnwünsche zu realisieren. Wer daran kein Interesse hat, kann den Bausparvertrag aber ebenso gut als reine Sparanlage oder zur Altersvorsorge nutzen. Ein weiterer Grund, der für das Bausparen spricht: es gibt vielfältige staatliche Förderungen.

Wie möchten Sie den Bausparvertrag nutzen?

Der Bausparvertrag und seine Vorteile

Ein Bausparvertrag ist ein komplexes Finanzprodukt, das sich aus mehreren Teilen zusammensetzt und in der Summe viele Vorteile bietet. Das kann dieses Finanzierungsmodell besonders profitabel machen. Die Vorteile im Überblick:

  • Aktuell niedriger Bauzins
  • Angebote mit vielfältigen Tarifen
  • Verschiedene Einsatzmöglichkeiten
  • Flexible Gestaltungsmöglichkeiten hinsichtlich Summe und Laufzeit
  • Guthabenzinsen auf die Sparphase
  • Staatliche Förderungen
  • Freie Guthabenverwaltung
  • Zinsgarantie von Anfang an
  • Sicheres Sparen dank Einlagensicherung

Aufgrund der Zinssicherheit kann der Abschluss eines Bausparvertrages vor allem für Menschen geeignet sein, die gern von Planbarkeit und Sicherheit profitieren. Es gibt aber auch Tarife, die sich an flexiblere Kundenwünsche anpassen. Grundsätzlich besteht eine große Angebotsvielfalt. Das kann Interessenten schnell verwirren. Daher bietet ein Online-Bausparvertrag-Vergleich die Möglichkeit viele Anbieter nach persönlichen Wunschfaktoren zu durchsuchen – und das mit nur wenigen Klicks. Der Vergleich verwendet einen Bausparrechner, der Konditionen und Leistungen nach den Wünschen des Interessenten bewertet und ihm so ein geeignetes Produkt anzeigt. Innerhalb der Auflistung kann der User alle wichtigen Informationen zum Tarif nachlesen. Wer einen Vertrag abschließen möchte, sollte sich aber zunächst über den üblichen Ablauf eines Bausparvertrages informieren. So kann der Interessent sichergehen, dass er gute von schlechten Angeboten unterscheiden kann.

So geht Bausparen

Bausparkassen verfolgen das Ziel des gemeinschaftlichen Sparens. Verbildlicht kann man sich das so vorstellen: Alle Wunschimmobilienbesitzer sparen gemeinsam Guthaben an und werfen es in einen großen Topf. Ist der Bausparkassen-Topf gefüllt, also genügend Baugeld angehäuft worden, kann dem ersten Sparer das Darlehen ausgezahlt werden. Nun sparen alle wieder gemeinschaftlich, bis dem nächsten ein Darlehen ausgezahlt werden kann. So entsteht ein Kreislauf, in dem Kunden der Reihe nach ein Darlehen für die Realisierung ihres Wohntraumes erhalten können.

Bausparverträge bestehen aus drei Phasen

Ein Bausparvertrag ist ein Kombiprodukt, das sowohl aus Sparen und Finanzieren besteht. Zunächst spart der Kunde Guthaben an. Endet die Sparzeit den vertraglichen Bedingungen nach, wird ein Bausparvertrag zuteilungsreif. Im Regelfall wird das Bauspardarlehen aber nicht direkt zum nächsten Tag ausgezahlt, da nicht zu jeder Zeit unendlich viele Darlehen von einer Bausparkasse ausgezahlt werden können. Dem Bausparer wird folglich ein Termin genannt, an dem er sein Darlehen erhält. Wurde dem Kunden das Darlehen ausgezahlt, tilgt er dieses nun Monat für Monat zurück an die Bank. Aus dem Ablauf eines Bausparvertrages ergeben sich folglich drei Phasen: Die Ansparphase, Zuteilungsphase und Darlehensphase. Diese drei Phasen sind Bestandteil jedes Bausparvertrages, und folgen immer dem gleichen Prinzip.

Die Ansparphase

Üblicherweise legen die betreffende Bausparkasse und der Kunde schon bei Vertragsabschluss eine Mindestlaufzeit für die Sparzeit fest, die Ansparphase genannt wird. In der Regal zahlen Bausparer pro Monat eine bestimmte Sparrate auf das Anlagekonto des Bausparvertrages ein. So wird Guthaben aufgebaut, auf das der Kunde außerdem einen vertraglich festgelegten Sparzins erhält.

Der Guthabenzins hängt vom gewählten Tarif ab. Seine Höhe wird schon bei Vertragsabschluss festgelegt und kann sich während der gesamten Ansparphase nicht mehr ändern. Die Sparrate hingegen kann der Bausparer variabel anpassen. Meist besteht lediglich eine gewisse Mindestsparsumme pro Jahr. Wer allerdings nur sehr wenig anspart, wird länger warten müssen bis der Vertrag zuteilungsreif wird.

Die Zuteilungsphase

Hat der Bausparer genügend Guthaben angespart, erfolgt die Zuteilungsphase. Da immer nur eine bestimmte Anzahl an Immobiliendarlehen ausgegeben werden kann, vergeben Bausparkassen eine sogenannte Bewertungszahl. Diese hilft dabei das Verfahren der Darlehensauszahlungen unter den Bausparern zu ordnen und eine faire Abfolge herzustellen.

Die genaue Formel zur Berechnung der Bewertungszahl wird nicht veröffentlicht. Faktoren, die Einfluss auf die Beurteilung haben, sind allerdings die Zeit, die für das Sparen aufgebracht wurde sowie das Erreichen des Mindestsparguthabens. Üblicherweise müssen 40% bis 50% der Bausparsumme angespart werden. Je höher die Bewertungszahl eines Bausparers ist, desto näher kommt er dem Zeitpunkt der Darlehensauszahlung. Der Bausparkassenkunde ist allerdings nicht dazu verpflichtet sich das Darlehen auszahlen zu lassen. Er hat ebenso die Möglichkeit sich lediglich das angesparte Guthaben auszahlen zu lassen oder er entscheidet sich dazu weiter zu sparen.

Die Darlehensphase

Hat sich der Bausparer dazu entschieden für die Finanzierung seines Eigenheims ein Bauspardarlehen zu nutzen, erhält er nun die gesamte Bausparsumme. Diese besteht aus dem eigenen Sparanteil des Kunden als auch dem Darlehen. Mit der Auszahlung des Darlehens beginnt die Darlehensphase, also die Tilgung bzw. Rückzahlung des Kredits inklusive Hypothekenzinsen. Meist zahlt der Kunde pro Monat eine festgelegte Rate an die Bank zurück. Diese besteht aus einem Tilgungs- und Zinsanteil. Der Tilgungsteil wird zur tatsächlichen Rückerstattung des geliehenen Geldes verwendet. Der Zinsanteil stellt dabei die Kosten dar, welche das Kreditinstitut für den Verleih verlangt.

Genau wie alle anderen Bedingungen, die Teil eines Bausparvertrages sind, werden auch die der Darlehensphase und eine geplante Tilgungsdauer schon bei Abschluss des Vertrages schriftlich festgehalten. Wer also aktuelle Hypothekenzinsen verfolgt und in einer Niedrigzinsphase seinen Bausparvertrag abschließt, kann sich auch Jahre später noch über die niedrigen Zinsen freuen.

Die staatliche Bausparförderung: Mit Unterstützung ins Eigenheim

Ein wichtiger Faktor der für das Bausparen spricht, ist die Unterstützung des Staates: Mit attraktiven Zuschüssen und Prämien werden Bausparer beim Vermögensaufbau sowie dem privaten Bau und Kauf von Eigenheimen gefördert. Wer die finanzierte Immobilie als Altersruhesitz nutzt, kann außerdem Förderungen zur Altersvorsorge erhalten. Die Förderungsmöglichkeiten im Überblick:

  • Die Wohnungsbauprämie: 8,8 % der geleisteten Sparanlage können Bausparer pro Jahr erhalten. Dabei können maximal 512 Euro pro Person für Alleinstehende und 1024 Euro für Ehepaare jährlich geltend gemacht werden. Diese Bausparprämie können Kunden bei der betreffenden Bausparkasse beantragen. Häufig wird Bausparern einmal jährlich ein Antragsformular zugeschickt.
  • Vermögenswirksame Leistungen: Vermögenswirksame Leistungen (VL) sind freiwillige Zahlungen des Arbeitgebers ans eine Angestellten, die der Unterstützung von Vermögensaufbau dienen sollen. Maximal können Arbeitnehmer 40 Euro erhalten, die sie beispielsweise in einem Bausparvertrag anlegen können.

  • Die Arbeitnehmersparzulage: Zahlen Arbeitnehmer ihre VL auf das Anlagekonto ihres Bausparvertrages ein, können sie die sogenannte Arbeitnehmersparzulage beantragen. Die Höhe dieser staatlichen Förderung liegt bei 9% bis maximal 470 Euro pro Person und Jahr auf die vom Arbeitgeber ausgezahlten VL.
  • Wohn-Riester: Wer die finanzierte Immobilie sicher auch als Wohnort im Alter nutzen wird, kann für seinen Bausparvertrag weitere Zulagen sowie Steuervorteile erhalten. Von dieser staatlichen Förderung können alle profitieren, die in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen.

Darauf sollten Bausparer achten

Ein Bausparvertrag zählt zu den soliden und planbaren Finanzprodukten. Dennoch gibt es einige Punkte, die Kunden mit bedenken sollten. Einerseits um Geld zu sparen, andererseits um sich vorbereiten zu können.

Abschlussgebühr

Viele Interessenten vergessen, dass beim Abschluss eines Bausparvertrages häufig auch eine sognannte Abschlussgebühr fällig wird. Diese beträgt einen bei Vertragsabschluss festgelegten Prozentsatz der gesamten Bausparsumme. Man sollte daher darauf achten, einen Bausparvertrag mit einer niedrigen Abschlussgebühr von 1 % zu wählen.

Freistellungsauftrag

In Deutschland muss auf Kapitalerträge die Abgeltungssteuer an das Finanzamt abgeführt werden. Dazu zählt auch das Ersparte, das während der Ansparphase eines Bausparvertrages auf dem Anlagekonto gesammelt wird. Daher sollte unbedingt an einen Freistellungsauftrag gedacht werden: Jedem Bausparer steht ein Sparerfreibetrag von 801 Euro pro Jahr zu. Mit dem Freistellungsauftrag kann dieser Betrag ohne Abzug der Abgeltungssteuer ausgezahlt werden. Da die Bausparkasse automatisch die Abgeltungssteuer für Zinserträge an das Finanzamt abführt, sollte man den Freistellungsauftrag nicht vergessen.

Bausparvertrag kündigen

Einen Bausparvertrag zu kündigen ist grundsätzlich möglich. Wichtig dabei ist allerdings in welcher Phase man sich befindet. Während der Ansparphase müssen Kunden lediglich eine Kündigung in Briefform an die Bausparkasse schicken. Im Anschluss wird ihnen ihr angespartes Guthaben inklusive Zinsgewinn ausgezahlt, der Vertrag aufgelöst: Der Kunde halt folglich also auch keinen Anspruch mehr auf die zu Vertragsabschluss festgeschriebenen Zinsen. In der Darlehensphase ist es etwas komplizierter, möchte man einen Bausparvertrag kündigen. Das Darlehen wurde bereits ausgezahlt, daher kommt der Kunde auch nicht daran vorbei dieses an die Bank zurückzuerstatten. Kann er seine Schulden auf einen Schlag begleichen, ist es grundsätzlich schon möglich, den Vertrag sofort aufzulösen. Je nach Vertragsbedingungen kann bei dieser Variante allerdings eine Vorfälligkeitsentschädigung anfallen, was die Kündigung teuer machen kann.

Anschlussfinanzierung

Baudarlehen werden in der Regel über sehr große Summen abgeschlossen. Daher kann der Fall eintreten, dass die Zinsbindungsfrist nicht ausreicht, um innerhalb dieser Zeit das Darlehen an die Bank zurück zu tilgen. Eine Restschuld bleibt folglich also übrig, die es noch zu tilgen gilt. Hierzu wird ein neuer Vertrag benötigt, die Anschlussfinanzierung. Diese sollte ebenso sorgfältig geplant werden wie der Bausparvertrag, schließlich folgt sie dem gleichen Prinzip wie jede andere Finanzierung auch. Das heißt, für eine festgelegte Laufzeit und zu einem festgeschriebenen Zinssatz muss eine monatliche Rate gezahlt werden.

Baufinanzierung als Alternative zum Bausparvertrag

Wer selbst Eigenkapital zur Verfügung hat und die Sparphase eines Bausparvertrages schlicht nicht benötigt, kann auch auf eine Baufinanzierung zurückgreifen. Aufgrund der aktuell niedrigen Zinsen für Baufinanzierungen stellt sie eine gute Alternative ohne Wartezeit dar. Da Finanzierer direkt das Darlehen erhalten, können sie schon in der neuen Wunschimmobilie leben – und von dort aus tilgen.

Bausparvertrag-Vergleich lohnt sich

Der beste Bausparvertrag: Gleich vorweg, so etwas gibt es nicht. Jede Lebenssituation ist anders, daher wünschen sich verschiedene Bausparer auch gänzlich unterschiedliche Leistungen und Konditionen. Um einen passenden Tarif zu finden, sollten Interessenten unbedingt die aktuellen Angebote der Bausparkassen miteinander vergleichen. Schnell und unkompliziert ist das mit einem Online-Bausparvertrag-Vergleich möglich. Hier können Nutzer die Faktoren angeben, die ihnen bei ihrem ganz persönlichen Bausparvertrag wichtig sind. Nach nur wenigen Klicks erstellt der Rechner ein Ranking, das den Vorgaben des Nutzers entspricht. Jetzt gilt es nur noch die Tarifdetails zu prüfen und dann kann der Bausparvertrag auch direkt online angefragt werden.