Eigentumswohnung: Kauf boomt wie nie zuvor

Attraktiver Neubau mit HolzbodenNicht nur Häuser sind gefragt, auch der Eigentumswohnung-Kauf geschieht immer häufiger. Laut einer Studie gehen in Deutschland mehr als 10 Milliarden Euro in Wohnungen über den Ladentisch. Grund sind die aktuelle Zinslage und die Eurokrise, welche bei vielen Käufern den Wunsch nach sicheren Geldanlagen in Form von Sachwerten weckt.

Zu dieser Zahl kommt jedoch auch ein großer Anteil gewerblicher Investoren. Immer häufiger ziehen jedoch auch Privatkunden den Kauf einer Eigentumswohnung vor oder kommen dank günstiger Zinsen erst auf die Idee, nicht mehr zu mieten, sondern eine Wohnung zu kaufen. Der Kauf einer Eigentumswohnung sollte jedoch nicht überstürzt getätigt werden. Diese Fragen sollten Sie sich stellen:

Neubau oder „alte“ Wohnung?

Beides hat beim Kauf einer Eigentumswohnung Vor- und Nachteile. Wer in einen Neubau zieht, der oft nicht fertiggestellt ist, hat mehr Verwirklichungsmöglichkeiten. Oft kann die Eigentumswohnung hinsichtlich Ausstattung und Aufbau an die eigenen Wünsche angepasst werden. Darüber hinaus entspricht sie den aktuellen Energiestandards und muss nicht erst renoviert werden. Der Nachteil ist, dass derartige Eigentumswohnungen oft nur für Besserverdienende infrage kommen. Wenn die Wohnung noch nicht fertiggestellt ist, hat man zudem keine Chance, sich die Wohnung vorher anzusehen. Oft kann es zu baulichen Verzögerungen kommen.
In einer bereits bestehenden Wohnung hat man die Chance, die Wohnung vor dem Kauf genau kennenzulernen. Viele Menschen kaufen günstige Renovierungsbedürftige Wohnungen und richten diese in Eigenarbeit her. Dafür muss natürlich das entsprechende Know-How und auch Zeit vorhanden sein.

Wie hoch sind die Nebenkosten?

Beim Kauf einer Eigentumswohnung kommen zunächst mehr Kosten auf den Käufer zu als er Ersparnis hat. Zwar fällt die Miete weg, doch nun muss die Rate für die Baufinanzierung abgezahlt werden und auch Nebenkosten fallen an. Es ist ratsam, vor dem Kauf einer Eigentumswohnung durchzurechnen, wie viel Geld man monatlich in Darlehensrate und Nebenkosten stecken kann. Oft zahlt man anfangs drauf, doch berücksichtigt man Mieterhöhungen, kommt Mieten im Endeffekt meist teuer. Hilfreich kann eine Mietkalkulation sein, d.h. die Rechnung, wie viel Miete man in der Zukunft noch weiterzahlen müsste.

Welche Finanzierung?

Wer jetzt die guten Darlehenszinsen nutzen will, sollte zugreifen. Denkbar ist auch ein Forwarddarlehen, bei dem Kreditnehmer eine gewisse Zeit lang keine Bereitstellungszinsen zahlen müssen. Dies eignet sich speziell bei Neubauten, die beim Wohnungskauf noch nicht fertiggestellt sind.

Quelle: Focus

1 comment

Join the conversation
  • Indira - 13. Oktober 2012 reply

    Man kann natürlich kritisch fragen ob gerade nicht eine neue Immobilienblase zusammengepustet wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.