Hausfinanzierung – Grundstein für den Immobilienbesitz

Zu den Inbegriffen von Freiheit und Geborgenheit zählt für viele das eigene Haus. Die Freiheit, ein Zuhause zu schaffen, das ganz den eigenen Ansprüchen genügt. Große Räume. Der Enge eines Mietshauses entfliehen. Und gleichzeitig ein Heim zu schaffen, dass der Familie einen Rückzugsort bietet. Gemütlichkeit und Schutz. Ein Großteil der Deutschen träumt davon, sich selbst sich diesen Wunsch zu erfüllen und in ein eigenes Haus zu investieren. Aber wie soll man ein Haus finanzieren? Die wenigsten zukünftigen Immobilienbesitzer können die benötigte Geldmenge für einen Bau oder Kauf aus eigener Tasche aufbringen. Die meisten müssen auf eine Hausfinanzierung zurückgreifen.

Glücklicherweise gibt es Darlehen, mit besonders günstigen Konditionen, die speziell für die Immobilienfinanzierung ausgerichtet sind. Häufig auch als Baufinanzierung bezeichnet, bieten diese speziellen Kredite optimale Rahmenbedingungen, wenn man ein Haus finanzieren möchte. Hinzu kommt, dass aktuell die Voraussetzungen besonders günstig sind für eine Hausfinanzierung. Zinsen sind in derzeit auf einem Tiefstand und wirken sich positiv für Kreditnehmer aus. Aktuelle Angebote lassen sich schnell und einfach in einem Vergleich finden.

Angebote für die Finanzierung von Haus oder Wohnung berechnen:

Nettodarlehensbetrag:
Euro
Laufzeit:
aktualisieren:
* bonitätsunabhängiger Zinssatz | Annahmen für Beleihungswert von 60 % und Tilgung: 1 %

Darlehen für Hausfinanzierungen

Eine Baufinanzierung ist die häufigste verwendete Darlehensform für eine Hausfinanzierung. Zinsen sind bei dieser Kreditform im Vergleich besonders günstig. Zudem ist die Baufinanzierung, wie die meisten Kredite, als Annuitätendarlehen gestaltet, so dass Kreditnehmer von einer sehr guten Planbarkeit profitieren, da sie monatlich stets Rückzahlungen mit einer gleichbleibenden Ratenhöhe leisten können. Bei einer Baufinanzierung muss neben dem Darlehensbetrag auch die Laufzeit, die sogenannte Sollzinsbindung festgelegt werden. Für diese Bindungsfrist wird der Zins festgelegt und kann sich für die gesamte Laufzeit nicht mehr ändern. In Zeiten niedriger Zinsen bietet sich eine lange Sollzinsbindungsfrist an, da man sich so einen günstigen Zinssatz auf möglichst lange Zeit hinaus sichern kann.

Außerdem muss die Höhe der Tilgung gewählt werden. Mit dem Tilgunssatz wird bestimmt, wie viel Prozent des Darlehens pro Jahr zurückgezahlt werden. Je höher dieser ist desto schneller ist das Darlehen zurückgezahlt. Davon abhängig ist auch, ob eine Anschlussfinanzierung notwendig ist und wenn ja in welcher Höhe. Alternativ kann auch ein Volltilgerdarlehen aufgenommen werden, bei dem die gesamte Darlehenssumme innerhalb der festgelegten Laufzeit zurück gezahlt wird.

Eigenkapital bei der Hausfinanzierung

Paar mit einem Berater plant die Hausfinanzierung

In der Regel wird bei einem Immobilienerwerb ein gewisser Teil der benötigten Geldsumme als Eigenkapital aufgebracht. Das bedeutet, dass nicht die gesamten Kosten mittels eines Darlehens beglichen werden, sondern ein Teil davon aus Ersparten oder Vermögen der Darlehensnehmer besteht. Dies hat auch Einfluss auf die angebotenen Zinsen und dient als zusätzliche Sicherheit für die Bank bei einer Hausfinanzierung. Wie viel Eigenkapital notwendig ist, hängt vom Objekt bzw. Bauprojekt ab und vom Anbieter. Experten und Ratgeber empfehlen aber, dass mindestens 40 % der Gesamtkosten als Eigenkapital einzubringen.

Haus finanzieren ohne Eigenkapital

Wer nicht viel oder gar kein Eigenkapital hat, muss den Traum vom eigenem Heim noch nicht aufgeben. Es ist auch möglich eine Hausfinanzierung ohne Eigenkapital abzuschließen. Man spricht dann von einer Vollfinanzierung, da die gesamten Kosten mit einem Darlehen abgedeckt werden. Allerdings sind die Konditionen deutlich schlechter, wenn man keine eigenen Mittel einbringt. Um die fehlende Sicherheit und die meist höhere Kreditsumme bei einer Hausfinanzierung ohne Eigenkapital auszugleichen, werden häufig höhere Zinsen verlangt als bei einer üblichen Baufinanzierung.

Vorgehen beim Immobilienerwerb und der Finanzierungsplanung

Bevor es daran geht, eine Darlehen aufzunehmen, gibt es noch einige Schritte die vorab geklärt werden müssen. Neben allgemeinen Überlegungen rund um das zukünftige Eigenheim, müssen auch wichtige Aspekte bei der Hausfinanzierung bedacht werden.

Haus finanzieren: Wichtige Überlegungen vorab

Um den Traum vom eigenen Haus wahr werden zu lassen, sind viele Entscheidungen zu treffen, bevor man überhaupt mit der konkreten Planung der Hausfinanzierung und des Hauses selbst beginnt. Ohne diese wichtigen Überlegungen ist es schwer, den nächsten Schritt der Planungsphase anzugehen. Auch auf einige Faktoren der Hausfinanzierung haben diese Entscheidungen Einfluss.

Lage des neuen Zuhauses

Es ist eine alte Maklerweisheit, dass die Lage bei einer Immobilie das A und O ist. Auch wenn sich diese Feststellung nicht gänzlich widerlegen lässt, so ist sie doch für Menschen, die ein Zuhause suchen, in einem anderen Kontext relevant. Ein Haus zu kaufen oder zu bauen, ist ein großer Schritt, in der Regel bindet man sich für viele Jahrzehnte, im besten Fall ein Leben lang, an den Standort seines Hauses. Man sollte sich daher intensiv mit dem Standort seines Eigenheims auseinander setzen, daher sollte man auch im Vorfeld klären, worauf Wert gelegt wird.

Möchte man eine Familie gründen und braucht deshalb mittelfristig gute Kindergärten und Schulen in der Nähe? Bevorzugt man eine ruhige Lage oder legt man Wert auf gute Verkehrsanbindungen? Wie sieht der Weg zur Arbeit aus? Möchte man einen großen Garten oder lieber ein Stadthaus? All diese Fragen sollten geklärt sein, um die Suche nach einem geeigneten Objekt zu erleichtern. Außerdem sollte man bedenken, dass diese Faktoren häufig auch Einfluss auf den Preis des Hauses und damit auch auf die Hausfinanzierung haben.

Bauen oder Kaufen?

Wichtige Kosten bei der Hausfinanzierung

Möchte man die Höhe der Hausfinanzierung berechnen, sollte man beachten, dass es bei Hauskauf und -bau unterschiedliche Nebenkosten einzurechnen gilt. Die Hauskauf Nebenkosten unterscheiden sich deutlich von den Baunebenkosten. Dies sollte bei der Kreditsumme berücksichtigt werden.

Eine wichtige Frage, die nicht nur massive Auswirkung auf die Hausfinanzierung hat, ist, ob man das neue Haus selbst bauen oder eine bestehende Immobilie kaufen möchte. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Oft ergibt sich auch aus der gewünschten Lage, dass nur eine Variante realisierbar ist. Wer ein Haus mitten in der Stadt möchte, hat häufig nicht die Möglichkeit ein freies Grundstück zum Bebauen zu kaufen – schlicht weil keines verfügbar ist. Wer hingegen an den Stadtrand ziehen möchte, muss häufig selbst zum Bauherren werden, da keine geeigneten Objekte zum Verkauf angeboten werden.

Der Neubau eines Hauses erfordert ein weit höheres Maß an Organisation als der Hauskauf. Dafür kann man aber jedes Detail nach den eigenen Wünschen gestalten. Dies ist bei einer Bestandsimmobilie nur in begrenztem Umfang möglich. Welche Variante die günstigere ist, lässt sich pauschal nicht beantworten. Auch hier spielt die Lage eine große Rolle, ebenso wie die Größe des (geplanten) Objekts und die Ausstattung. Möchte man einen Hausbau finanzieren, gestalten sich die Berechnungen in der Regel schwerer, da mehr Posten berücksichtigt werden müssen, als bei einem Hauskauf. Finanzierung ist ein Faktor, Zeit ein anderer. Ein Hausbau dauert zwangsläufig länger und kann nicht im selben Tempo abgewickelt werden wie ein Kauf.

Art des Hauses und Ausstattung

Eng im Zusammenhang mit der zu planenden Hausfinanzierung steht auch die Art des Hauses sowie dessen Ausstattung. Insbesondere wenn man selbst baut, kann man alles frei gestalten – sofern das Budget ausreicht. Eine Villa mit 14 Zimmern kostet mehr als eine Doppelhaushälfte. Extras wie Wintergarten oder Sauna müssen ebenfalls in das Volumen der Hausfinanzierung einberechnet werden. Es lohnt sich, bevor man mit der konkreten Planung beginnt, einen Budgetcheck zu machen und mit einem Hausfinanzierungsrechner grob zu errechnen, wie viel an Kapital plus Darlehen man überhaupt für die neue Immobilie aufwenden kann. So wird die Suche nach geeigneten Objekten erleichtert, da unrealistische Objekte, die nicht finanziert werden können, ausgeschlossen werden können.

Finanzierungsaufwand bestimmen

Hat man sich entschieden, ob man ein Haus kaufen oder bauen möchte, die richtigen Lage ausgespäht und weiß welche Anforderungen man an das zukünftige Zuhause stellt, kann es an den nächsten Schritt de Planung gehen: Die Hausfinanzierung. Dazu muss zunächst ermittelt werden, ob überhaupt ein Darlehen benötigt wird, und wenn ja, in welcher Höhe. Die notwendige Kreditsumme ist abhängig von zwei Faktoren: Dem vorhandenem Eigenkapital und dem Finanzierungsaufwand, der für das geplante Objekt anfällt.

Hier spielen die vorhergegangenen Überlegungen eine maßgebliche Rolle, denn sie alle bestimmen letztlich auch die benötigte Höhe der Hausfinanzierung. Beispiel Ausstattung: Bei der Wahl von Fenstern, Böden oder Kacheln können große Preisgefälle entstehen, je nach Materialwahl. Auch der Standort wirkt sich auf Grundstücks- oder Hauspreis aus. Generell ist es bei einem Kauf vorab leichter zu bestimmen, in welcher Höhe man eine Hausfinanzierung benötigt, da hier ein fixer Kaufpreis festgelegt wird, zu dem nur noch die Nebenkosten gerechnet werden. Bei einem Hausbau sind durch die Vielzahl der Möglichkeiten und Beteiligten (Architekten, Bauunternehmen, Handwerker) die Kosten schwerer zu kalkulieren. Hier helfen aber sowohl Architekten als auch Baufirmen bei der konkreten Planung mit detaillierten Kostenvoranschlägen.

Eine möglichst genaue Kostenkalkulation birgt finanzielle Vorteile. So kann die Darlehenshöhe genauer bestimmt werden, ohne dass man zu viel oder zu wenig Geld zur Verfügung hat. Hat man sich verkalkuliert kann das teuer werden. Bei einem zu großen Darlehen müssen auch für das zu viel geliehene Geld Zinsen gezahlt werden. Bei zu wenig Geld muss unter Umständen ein weiteres Darlehen aufgenommen werden, wenn die Kreditsumme nicht erhöht werden kann. So eine Nachfinanzierung wird häufig zu deutlich schlechteren Konditionen wie eine Erstfinanzierung angeboten.

Hausfinanzierung: Rechner und Experten helfen bei der Planung

Plant man einen Hausbau gibt es viele Fachleute, die helfen. Auch bei einem Kauf können Experten wie Makler hilfreich sein, ebenso wie Bankberater bei der Hausfinanzierung. Tipps gibt es zudem online und in Buchform. Je besser man sich über das geplante Projekt Eigenheim informiert, desto vorteilhafter ist dies. Um insbesondere bei den Kosten zu sparen, kann man sich mit zahlreichen Tools zusätzlich vorbereiten auf die geplante Hausfinanzierung. Rechner, online in vielen Varianten kostenlos erhältlich, helfen Darlehensbedarf, Kosten und verfügbares Budget zu ermitteln.

Haus finanzieren mit dem passenden Anbieter

Sind die Planungen abgeschlossen kann man sich an die Suche nach einem passenden Darlehensanbieter machen. In den meisten Fällen muss auf ein Darlehen zurückgegriffen werden, wenn man ein Haus finanzieren möchte, da die eigenen Ersparnisse nicht ausreichen. Angebote gibt es zuhauf und in unterschiedlichster Ausprägung. Neben verschiedenen Darlehensvarianten, unterscheiden sich auch die Anbieter an sich. Neben klassischen Bank Angeboten wie die ING DiBa Baufinanzierung, gibt es auch Anbieter, die aus vielen verschiedenen Angeboten, das am besten passende herausfiltern und so zusammen mit dem Kreditnehmer eine maßgeschneiderte Finanzierung erstellen. Bekanntestes Beispiel dafür, ist die Commerzbank Hausfinanzierung.

Hausfinanzierung Vergleich nutzen

Um sich einen Überblick über bestehende Angebote zu verschaffen, bietet es sich an, einen Hausfinanzierung Vergleich zu nutzen und so die für die persönlichen Ansprüche beste Hausfinanzierung zu finden. Mit einem solchen Vergleich ist es nämlich möglich, nicht nur günstige Angebote für eine Hausfinanzierung zu finden, sondern auch verschiedene Rahmenbedingungen zu testen.

So kann man beispielsweise durch Veränderungen am Tilgungssatz genau ermitteln, wie sich die monatliche Rate, die zu erwartende Restschuld und der Zinssatz verändern. Auf diese Weise kann man außerdem vergleichen, welche Anbieter überhaupt entsprechende Angebote für die persönlichen Wunschkonditionen anbieten. Dies gilt übrigens nicht nur für Neuabschlüsse, auch wer seine bestehende Hausfinanzierung umschulden möchte, kann einen solchen Vergleich nutzen und aktuelle Angebote sichten. Über entsprechende Buttons kann man dann direkt Kontakt zu den Anbietern aufnehmen.

Ob Kauf oder Hausbau: Finanzierung passend wählen

Um ein Heim zu schaffen, sind viele Schritte notwendig. Vom ersten Spatenstich bis zum letzten Dekoartikel auf dem Kamin ist es ein weiter Weg. Einer der wichtigsten Punkte ist und bleibt die richtige Finanzierung. Ein gutes Angebot spart nicht nur Geld. Je flexibler eine Baufinanzierung ist, sei es durch die Möglichkeit zur Sondertilgung oder der Anpassung der Raten, desto leichter lässt sich über die Jahre hinweg mit der finanziellen Belastung umgehen. Ein guter Partner bei der Finanzierung hilft ebenso. Sei es die Beratung einer Bank vor Ort oder Spezialisten wie die Experten der Interhyp Baufinanzierung – über eine lange Zeit, ist man auf den Service und die Kompetenz des Darlehensgebers angewiesen. Wenn man ein Haus finanzieren möchte, sollte man trotz aller Vorfreude auf das neue Heim nicht vergessen, wie wichtig es ist, Zeit und Recherche in die Suche nach einem passenden Anbieter zu investieren.