Wohnungen kaufen in vielen Ballungszentren unverhältnismäßig teuer

Paar studiert BaupläneWer einen Wohnungskauf anstrebt und das noch dazu in einer beliebten Großstadt, der weiß, dass der Kauf von Eigentumswohnungen kein günstiges Vergnügen ist. Was man gefühlt in den letzten Monaten schon erkannt hat, bestätigt nun auch die Bundesbank: Der Kauf einer Eigentumswohnung ist zu teuer. Gilt eine Immobilie sonst als Investition, sollten potentielle Käufer genau aufpassen, wo und vor allem für wie viel sie kaufen. Andernfalls könnte der Kauf einer Wohnung sich finanziell nicht rechnen.

Bundesbank: Wohnungskauf in Ballungszentren zu teuer

Die Bundesbank hat eine aktuelles Statement veröffentlicht, dass die Preise von Eigentumswohnungen in Ballungsräumen zu teuer sind. Demnach sind die Wohnungspreise zuletzt unverhältnismäßig hoch, gemessen an zukünftig erwartbaren Werten zur demografischen und wirtschaftlichen Entwicklung. Die Wohnungspreise für Eigentumswohnungen steigen zu schnell an, um die aktuelle Wertentwicklung auszugleichen. Laut der Notenbank sind die Preisanstiege beim Wohnungskauf nicht gerechtfertigt. Vor allem in Metropolen wie Berlin, München oder Frankfurt sind die Preise für Eigentumswohnungen nach Schätzung der Bundesbank rund 20% zu teuer. Insgesamt sind die Wohnungspreise in Ballungszentren in den letzten Jahren um rund 25% angestiegen, im Rest des Landes um rund 8%. Hier wird das Missverhältnis besonders deutlich. In kleineren Städten liegt die Unverhältnismäßigkeit bei rund 5-10%. Nicht so stark betroffen sind übrigens laut Bundesbank Einfamilienhäuser und das sowohl in städtischen als auch ländlichen Gebieten. Zwar kann auch hier ein genereller Anstieg des Preisniveaus verzeichnet werden, doch bei weitem nicht in einem derart hohen Rahmen wie bei Wohnungen.

Immobilienblase droht dennoch nicht

Auch wenn die hohen Preisanstiege für den Kauf von Eigentumswohnungen es vermuten lassen könnten – laut Bundesbank besteht keine Gefahr einer Immobilienblase. Bei einer solchen Blase könnte die Gesamtwirtschaft in Mitleidenschaft gezogen werden. Lediglich die Personen, die die Absicht haben, eine Wohnung zu kaufen, müssten aufpassen, dass ihr Geld nicht zu sehr an Wert verliert, wenn sie es in eine Immobilie investieren.
Für die gesamte Wirtschaft jedoch haben die hohen Preise kaum eine Auswirkung, da die Zahl der Immobilienkredite trotz niedriger Zinsen nicht so rasant angestiegen ist, dass davon Gefahren ausgehen könnten, so wie es beispielsweise vor einigen Jahren in den USA der Fall gewesen ist.

Wie entwickeln sich die Wohnungspreise in Zukunft?

Die Bundesbank rechnet nicht damit, dass der Kauf einer Eigentumswohnung in absehbarer Zeit günstiger wird. Im Gegenteil wird die Nachfrage nach Wohnungen immer größer und das Angebot kommt nicht nach. Auch die niedrigen Bauzinsen sind ein Grund hierfür, da sich immer mehr Personen einen Wohnungskauf leisten können. Zudem interessieren sich auch verstärkt Investoren aus dem Ausland für den deutschen Immobilienmarkt. Nachdem die Immobilienpreise generell in den letzten zehn Jahren relativ konstant geblieben waren, konnte in den letzten Jahren ein genereller Anstieg von ca. 2,75% verzeichnet werden.

Preise vergleichen und passende Baufinanzierung finden

Abwarten und Tee trinken hilft also auch nicht, wenn man sich eine Eigentumswohnung kaufen will, denn die Entwicklung könnte noch Jahre so weitergehen. Umso wichtiger ist es, einen Preisvergleich durchzuführen und sich nicht auf das erstbeste Immobilienangebot einzulassen. Mit einer günstigen Baufinanzierung, in die man bereits Eigenkapital einbringt, können die hohen Wohnungspreise zumindest teils wieder ausgeglichen werden.

Quelle: FAZ

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