Bauherren vor der Qual der Wahl: Fertighaus oder Massivbau?

Wer sich zu dem großen Schritt entschlossen hat, sich den Traum vom eigenen Haus zu erfüllen und selbst zum Bauherrn zu werden, steht direkt vor der nächsten Entscheidung: Massivbau oder Fertighaus? Bei der Wahl des Traumhauses spielt schließlich nicht nur das vorhandene Kapital eine Rolle, sondern natürlich auch persönliche Vorlieben und Pläne. Schlussendlich können beide Varianten mit etlichen Vorteilen punkten.

Fertighaus: Ein Zuhause mit zahlreichen Vorzügen

Familie vor HausTrotz ihres berühmten Erfinders – es soll Leonardo da Vinci selbst gewesen sein – hatten Fertighäuser lange Zeit mit einem schlechten Image zu kämpfen. Doch selbst überzeugte Massivbaufans müssen die Vorteile der sonst als „Pappschachteln“ verschrienen Häuser mittlerweile anerkennen. Denn sie haben selbst anspruchsvollen Bauherren einiges zu bieten.

Umweltfreundlich

Umweltbewusste zukünftige Hausbesitzer beispielsweise können sich ganz entspannt über ihr Fertighaus freuen. Denn diese werden aus vorgefertigten Platten und Holz erbaut, einem nachwachsenden Rohstoff, der CO2-neutral und zudem wiederverwertbar ist. Außerdem ist ein solches Haus in jeder Effizienzhausklasse verfügbar, für die es Finanzhilfen der staatlichen Förderbank KfW gibt. Daraus entsteht als zusätzlicher Vorteil, dass die Baufinanzierung durch die Förderungen deutlich erleichtert wird.

Budgetfreundlich

Natürlich ist das Fertighaus besonders attraktiv, wenn das Budget nicht allzu hoch ist. Dadurch, dass die Häuser standardisiert und meist komplett schlüsselfertig angeboten werden, sind sie natürlich auch wesentlich günstiger als individuell geplante Gebäude. Auch Fertighäuser sind mittlerweile individualisierbar, der Preis steigt jedoch mit jeder Änderung.

Schnell beziehbar

Der wohl auffallendste Vorteil des Fertighauses ist die schnelle Bauphase. Oftmals ist der Neubau innerhalb weniger Wochen bezugsfertig. Der Bauherr kann den kompletten Prozess in die Hände eines Unternehmens legen, das sich um alles kümmert. Auch der Preis ist schon vorher festgelegt, wodurch es weniger wahrscheinlich ist, von unvorhergesehenen Kosten überrascht zu werden.

Massivbau: Individuelles Traumhaus

Energieeffizientes Haus mit GartenTrotz der zahlreichen und nicht zu verachtenden Vorteile des Fertighauses ist das individuell geplante und massiv gebaute Eigenheim nach wie vor unumstritten die Nummer eins auf der Beliebtheitsskala. Denn auch dieses hat Vorzüge zu bieten, mit denen Fertighäuser nicht ganz mithalten können.

Widerstandsfähig und individuell

Wer sich ein eigenes Heim baut, möchte meist auch, dass dieses so nah wie möglich am Traumhaus ist. Eine vom Architekten eigens geplante Immobilie hat dabei natürlich bessere Chancen als ein standardisiertes Fertighaus. Schließlich kann ein Architekt jedes noch so kleine Detail von der Raumaufteilung bis hin zur Platzierung der Fenster genau nach den Wünschen des Eigentümers gestalten.

Zudem sind Massivbauten durch die verwendeten Baumaterialien deutlich robuster und unempfindlicher als Fertighäuser. Das hat nicht nur Einfluss auf die Lebensdauer des Eigenheims, die bei Massivbauten auf 100 Jahre und mehr geschätzt wird, während Fertighäuser im Durchschnitt zwischen 60 und 90 Jahren genutzt werden. Besonders wer die Immobilie vor allem als Geldanlage betrachtet, sollte berücksichtigen, dass Fertighäuser am Markt weniger hoch bewertet werden und sich ein Weiterverkauf dadurch schwierig gestalten könnte.

Darüber hinaus kann auch zum Beispiel ein Wasserschaden bei einer dicken Massivwand weit weniger Schaden anrichten als bei einer dünnen Fertighauswand. Die dickeren Wände kommen dem Massivhaus obendrein bei weiteren Punkten zugute: Sie sorgen sommers wie winters für eine bessere Wärmedämmung und minimieren so auch die Heizkosten. Zudem haben sie auch bei Schall- und Brandschutz die Nase vorn.

Eigene Situation genau beleuchten

Obwohl ihr Anteil momentan noch bei nur 15,6 % gegenüber Massivbauten liegt, nimmt die Anzahl der Fertighäuser merklich zu. Vier von fünf Fertighaus-Unternehmen rechnen in den nächsten Jahren mit einer stabilen Marktlage. Als Entscheidungskriterien für Fertighaus oder Massivbau sollten nicht nur Zeitplan, eigene Vorlieben und die unterschiedliche Lebensdauer der Gebäude, sondern natürlich auch das verfügbare Budget bedacht werden.

Letztendlich muss sich jeder Bauherr selbst fragen, welche Variante für ihn die Richtige ist. Egal, wofür man sich entscheidet, wenn es an die Finanzierung geht, wird kaum jemand um ein Baudarlehen herumkommen. Um dabei den passenden Kredit zu finden, hilft am besten ein direkter Vergleich.

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