Baunebenkosten bei der Baufinanzierung berücksichtigen



Wer träumt nicht davon ein eigenes Haus zu besitzen? Einen Ort, an dem die Familie unbeschwert leben und den man nach eigenen Vorstellungen entwerfen und einrichten kann. Doch die Wenigsten können die nicht unerheblichen Kosten für ein Eigenheim alleine tragen und greifen daher auf eine Baufinanzierung zurück. Da die aktuellen Bauzinsen niedrig sind, sind derzeit durchaus günstige Finanzierungen möglich.

Dennoch gibt es einiges zu beachten. Möchte man teure Anschluss- oder Zusatzkredite vermeiden, muss der benötigte Darlehensbetrag genauestens kalkuliert werden. Viele vergessen bei der Kostenberechnung die Nebenkosten beim Hausbau. Diese sollten aber unbedingt in die Kosten beim Hausbau einberechnet werden, um einen möglichst exakten Darlehensbetrag zu ermitteln.



Berechnung der Nebenkosten bei Bau oder Kauf einer Immobilie?

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Sonstige Kosten

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Baunebenkosten:

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Summe der sonstigen Kosten:

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Gesamte Nebenkosten:

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Gesamtkosten:

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Was sind Baunebenkosten?

Es gibt beim Hausbau Nebenkosten, die nicht zu den regulären Baukosten gerechnet werden. Welche dies genau sind, ist aber nicht endgültig festgeschrieben. Im § 22 der Wertermittlungsverordnung wird eine Baunebenkosten Definition genannt. Diese führt die Baunebenkosten als zusätzlich zu den Normalherstellungskosten entstehende Kosten auf, die üblicherweise durch Bauplanung, Durchführung, sowie Prüfungen und Genehmigungen durch Behörden entstehen.

Baunebenkosten-Detailschätzung 2017
Maklerprovision 3,5 – 7 % des Grundstückpreises
Grunderwerbssteuer
(je nach Bundesland)
3,5 – 6,5 % des Grundstückpreises
Grundbucheinträge + Notarkosten ca. 1,5 % des Grundstückpreises
Baugenehmigung
(je nach Bundesland)
0,2 % – 0,7 % der absoluten Baukosten
Versicherungspaket 350 – 600 Euro

Experten und Baufachleute geben hingegen detailliertere Angaben zu den Baunebenkosten, allerdings unterscheiden sich diese je nach Quelle. Wichtig für zukünftige Bauherren ist indes nicht die genaue Bezeichnung bzw. Zuordnung, sondern dass alle Kostenpunkte bei der Planung berücksichtigt werden. Je besser die Baufinanzierung geplant ist, desto günstiger ist sie letztendlich auch.

Baunebenkosten-Liste

Was zu den Baunebenkosten gezählt wird und was nicht, wird unterschiedlich gehandhabt. Mitunter liegt das an den unterschiedlichen Bauweisen für den Hausbau. Wer sich dafür entscheidet ein Fertighaus zu kaufen, das schlüsselfertig geliefert wird, muss sich nicht den gleichen Baunebenkosten stellen wie ein Bauherr, der ein Massivhaus oder Ausbauhaus baut.

Es gibt auch einige Aspekte, die bei der Planung gerne vergessen werden, da sie nicht unmittelbar mit den Baukosten in Verbindung stehen oder oft unterschätzt werden. Hierzu zählen häufig die Kosten für Gutachter, wie beispielsweise den Bodengutachter und Prüfstatiker. Diese sind aber dringend notwendig, möchte man hinsichtlich der Gebäude-Statik sichergehen. Auch viele Versicherer fordern zunächst Gutachten bevor sie einem Versicherungsschutz zustimmen. Die häufigsten dieser Kostenpunkte in der Baunebenkosten Übersicht:

Mögliche Baunebenkosten

Maklerkosten Wurde für die Grundstückssuche ein Makler beauftragt oder der Kauf durch einen solchen vermittelt, muss die Maklerprovision bei den Baunebenkosten berücksichtigt werden. Die Höhe der Maklerprovision richtet sich üblicherweise prozentual nach dem Kaufpreis.
Grunderwerbssteuer Für den Erwerb eines Grundstücks müssen Steuern entrichtet werden. Die Höhe der Grunderwerbssteuer wird von den Bundesländern festgelegt und unterscheidet sich daher von Bundesland zu Bundesland. Der zutreffende Steuersatz kann beim Finanzamt vor Ort erfragt werden.
Grundbucheinträge Zukünftige Hausbesitzer müssen mehrfach Einträge im Grundbuch vornehmen lassen: Sowohl der Grundstückserwerb als auch die Grundschuld für den Darlehensgeber werden ins Grundbuch eingetragen. Beide Einträge sind mit Kosten verbunden. Die jeweiligen Gebühren können beim zuständigen Grundbuchamt ermittelt werden.
Notarkosten Zusätzlich zu den Gebühren beim Grundbuchamt kommen Notarkosten für die Grundbucheinträge hinzu. Der Grundstückserwerb muss notariell beglaubigt werden, ebenso wie die Eintragungen ins Grundbuch. Die genauen Kosten können der Gebührenordnung für Notare entnommen werden.
Bauantrag, Bauanzeige und Baugenehmigung Für den Hausbau sind diverse Genehmigungen der Behörden notwendig. Dazu gehören der Bauantrag, die Baugenehmigung und die Bauanzeige. Auch diese Kosten müssen bei der Finanzplanung berücksichtigt werden.
Erschließung Um den Bau zu starten, muss das Baugrundstück erschlossen sein. Neben einer Zufahrt für Baugeräte und Arbeiter muss die Wasser- und Stromversorgung für die Baustelle eingerichtet werden. Außerdem müssen bereits Leitungen, die später für das Haus benötigt werden, gelegt werden. Nicht bei allen Baufirmen sind diese Kosten bereits in den Baukosten verrechnet, müssen aber unbedingt in die Kostenplanung einbezogen werden.
Versicherungen Bauherren sollten sich mit einigen Versicherungen gegen Schäden absichern. Üblich sind die Bauherren-Haftpflichtversicherung, die Bauleistungsversicherung und die Wohngebäudeversicherung. Ergänzend gibt es weitere Versicherungspolicen. Oft ist es möglich ein Versicherungspaket abzuschließen, in dem alle notwendigen Versicherungen zusammengefasst sind.

Höhe Baunebenkosten

Aktueller Verbrauchertipp

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Je nachdem welche Kosten zu den Baunebenkosten gerechnet werden, berechnet sich auch die Baunebenkosten Höhe. Ein genauer Wert, der für alle Bauprojekte zutreffend ist, lässt sich also nur schwer ermitteln. Zudem variiert die Höhe der meisten Baunebenkosten-Punkte. Bauexperten nennen daher gerne nur einen Richtwert: etwa 10-20 % der Baukosten müssen zusätzlich als Nebenkosten beim Hausbau zum Finanzierungsaufwand gerechnet werden.

Es ist in jedem Fall sinnvoll eine Baunebenkosten Liste anzulegen und jeden Kostenpunkt einzeln zu erfassen. Die Kosten beim Hausbau sind nur sehr schwer exakt vorauszuberechnen. Es kann durch verschiedenste Umstände zu einer Verteuerung der Baukosten kommen. Umso wichtiger ist es den Überblick über die Fixkosten zu behalten. Je besser man alle Kostenpunkte im Blick hat, desto schneller wird deutlich, wenn der geplante Finanzierungsaufwand nicht mehr ausreicht und man eventuell zu einer Nachfinanzierung greifen muss.

Beim Haus Bauen Kosten-Planung wichtig

Viele zukünftige Bauherren unterschätzen bei der Planung die Nebenkosten – Hausbau und Grundstück scheinen die größten Kostenpunkte zu sein. Mit 10-20% der Gesamtkosten sind die Baunebenkosten aber ein entscheidender Kostenfaktor, der in der Finanzierungsplanung aufgenommen werden muss. Im besten Fall werden bei der Baufinanzierung bereits die Baunebenkosten berücksichtigt. Je genauer der benötigte Darlehensbetrag berechent werden kann, desto mehr Kosten kann man sparen. Angebote für Baufinanzierungen findet man einfach und übersichtlich mit einem Bauzinsen Vergleich.